DM der Springreiter in Riesenbeck

So war Tag 1 auf Ludger Beerbaums Reitanlage

Mathilda Karlsson mit Chopin (Foto: Stefan Lafrentz)

Am ersten Tag der DM zeigt sich, dass das Wochenende spannend wird

Die Reiterinnen und Reiter sind wieder im Turniermodus. Den Auftakt bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Riesenbeck bildeten drei Einlaufspringen in den Kategorien CSI***, CSI** und eine Youngster-Prüfung für sechs- und sieben Jahre alte Pferde. „Es geht weiter, und dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Bundestrainer Otto Becker, der sich im Namen der Aktiven beim Veranstalter Riesenbeck International für die Ausrichtung des nationalen Championates bedankt. 

Er ist gespannt, wie sich das Wochenende entwickelt: „Das wird eine tolle Sache. Angesichts des Starterfeldes habe ich viele auf dem Zettel, die ich mir ganz genau anschauen werde. Es ist ein wichtiges Turnier, um neue Erkenntnisse zu sammeln.“

An seinem 62. Geburtstag zog der Bundestrainer Otto Becker eine etwas bittere Bilanz über die Saison 2020. Da half auch die große Geburtstagstorte, überreicht vom Veranstalter, nicht darüber hinweg. „Eigentlich gab es gar keine Saison, damit auch kein Fazit“, sagt Otto Becker. „Die Mehrzahl der großen Turniere ist ausgefallen, ebenso die Nationenpreisserie, Aachen, die Fünf-Sterne-Turniere und die großen Serien. Ein Rückblick fällt da schwer. Vielleicht benötigen wir einen Schuss Gelassenheit und schauen, was die nächsten Wochen so bringen.“

Auch seine Prognose für 2021 gleicht einem Blick in die Glaskugel. Otto Becker: „Die Mannschaft von 2021 wird deutlich anders aussehen, wie sie ausgesehen hätte, wäre Olympia 2020 ausgetragen worden. Ich weiß, wir hätten in diesem Jahr ein gutes Team für Olympia gehabt. Im kommenden Jahr werden einige Pferde ausscheiden, andere rücken nach. Ich hoffe, dass noch ein paar dazukommen werden. “ 

Zum Auftakt schnappte Katharina von Essen mit ihrer neunjährigen in Westfalen gezogenen Stute C-Loona (0/58.88) dem Superstar unter den Vielseitigkeitsreitern, Michael Jung, den Sieg vor der Nase weg. Der dreifache Olympiasieger, vielfache Welt- und Europameister hatte mit seiner acht Jahre jungen Stute Edo Sandra (0/60.34) das Nachsehen und wurde Zweiter. Auf den dritten Platz ritten Sophie Hinners und Hendrick`s HX (0/61.05).

Eine Schippe drauf legten Parcourschef Peter Schumacher und sein Team beim anschließenden 1,45m-Springen. Mit einer faustgroßen Überraschung endete dieses Springen. Durch einen mutigen Ritt auf ihrem grandiosen 11-jährigen Holsteiner-Hengst Chopin VA gewann Mathilda Karlsson (Sri Lanka) in schneller und fehlerfreier Runde (0/70.58) vor Tim Rieskamp-Goedeking und seinem ebenfalls elfjährigen Westfalen-Hengst Coldplay (0/70.83) und Johannes Ehning, der den Schimmel-Wallach C-Jay gesattelt hatte (0/71.11).

Dem Nachwuchs eine Chance gaben die Reiter zum Abschluss des Tages. Es wurde jeweils für die sechs- und die siebenjährigen Pferde gewertet. 

Mit einem Heimsieg startete Christian Kukuk ins Turnier. Auf Zineday, einem sechs Jahre alten Sohn von Zinedine, siegte der Bereiter von Ludger Beerbaum mehr als souverän in 64.37 Sekunden auf dem schicken Hengst, gefolgt vom Belgier Thibeau Spits auf seinem Wallach Onno (0/66.03) und Jörne Sprehe auf ihrem Hengst Divino (0/66.05). Das Ergebnis der Siebenjährigen gibt es hier: (reitturniere-live.de/2020/riesenbeck-international_19/c7-2_result.html.)

Apropos Nachwuchs: drei Reiter strahlen in Riesenbeck um die Wette. Max Kühner wurde vor Tagen Vater einer kleinen Maxie, Steve Guerdat und Henrik von Eckermann freuen sich auf den Nachwuchs im kommenden Jahr. 

 

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